Vom Flüchtling zum Lehrling im Handwerk?

Aktuelles

Seit Anfang Juni 2016 schwappt auch im Hochtaunuskreis die Welle von Menschen mit Flüchtlingshintergrund an die Unternehmer mit Handwerksbetrieben heran.
Als Kreishandwerkerschaft und Geschäftssstelle der Innungen haben wir mit einer interaktiven Vortragsreihe Voraussetzungen Vermittelbarkeit, berufliche Eignung und Ausbildungsreife in diesem komplexen Geschehen an Interessierte heran getragen.
In Einzelfällen beraten wir unsere Unternehmer bei der Einstellung, einer Heranführung für eine nachhaltige Ausbildung zur Handlungsfähigkeit in unseren Hauptausbildungsberufen!
Das Geschehen ist komplex; in Einzelfällen mit enormen Integrationskosten Erfolg versprechend. Das Ziel ist die Handlungsfähigkeit in einem Beruf erreicht zu haben!  Bei uns in einem der Hauptberufe der Handwerksausbildung im Hochtaunuskreis!

Integration durch Berufsausbildung

Flüchtlinge sind Herausforderung und Chance

Stellungnahme von Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes  des Deutschen Handwerks Quelle: zdh-presse,  08.10.2015 zur Einführung.

Vor-Ort-Erfahrungen: Flüchtlingsstatus und Arbeitsmarktzugangserlaubnis sind Einflußfaktoren; woher bekommt der Unternehmer die richtigen Unterlagen, um einen "Flüchtling" in seinem Betrieb schnuppern oder Praktikum machen zu lassen.  Welche Nachweise braucht der Lehrherr oder Arbeitgeber im Handwerk für seinen Lehrling oder Mitarbeiter für die Personalakte, damit er ohne ausländerrechtliche- oder arbeitserlaubnisrisiken ein Vertragsverhältnis mit einem "Flüchtling" begründen kann?
Wir haben Informationen hierzu angefragt und bekommen?
Jetzt brauchen wir ihre Erfahrungen für Fallbeispiele aus dem Hochtaunuskreis.-
Wie sieht es aber mit der nachhaltigen Motivation und der Ausbildungsreife für eine Karriere-mit-Lehre-im-Handwerk bei den Einzelnen aus?
Mein Fallbeispiel: Ein eriträischer Mann, 24 Jahre, seit zwei Jahren in Deutschland, hat den Flüchtlingsstatus mit einer Anerkennung und Aufenthaltserlaubnis bis 2018.
Kann man von diesem Mann erwarten, das er nach zwei Jahren sich einigermaßen verständigen kann? Kann man von diesem Mann erwarten, das er bei vorgeblichem Interesse für eine Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker Begriffe wie Rad, Motorhaube, Rückspiegel, u.s.w., eines Fahrzeuges in deutsch sprechen kann? Kann man von diesem Mann erwarten, das er innerhalb einer Woche Zeit, seiner Betreuerin Begriffe aus der Ausbildungsordnung zum Kraftfahrzeugmechatroniker vorlegt, die er noch nicht verstanden hat?
Und wenn er das nicht erkennen läßt, kann man dann sagen, das er für diese Ausbildung nicht die geignete Motivation hat? Und das ihm dafür die Ausbildungsreife fehtl?
Wer gibt denn unseren Ankömmlingen und Bleiblingen, die zielführenden Vorgaben, damit die geeigneten in eine Ausbildung in einem Handwerksunternehmen Erfolg versprechend ausgebildet werden können?
Ein komplexes Thema.- Wer kann hierzu Erfahrungslinien aufzeigen, wie wir verfahren könnten?


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